Lauer Large |
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| MATTHIAS SCHRIEFL, MATS SPILLMANN, KASPER TRANBERG trompete / flügelhorn ANDREAS TSCHOPP, SIMON HARRER, ED PARTYKA, JOHANNES LAUER posaune / tuba RETO SUHNER, CHRISTIAN WEIDNER, MATTHIAS ERLEWEIN, FLORIAN TRÜBSBACH, STEFFEN SCHORN sopran-, alt-, tenor-, bariton-saxofon / (kontra-)(alt-)klarinette /(bass-)flöte RONNY GRAUPE, COLIN VALLON, HENNING SIEVERTS, PETER BRUUN gitarre / klavier / kontrabass / schlagzeug |
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F I L M ! / M O V I E ! |
| Neuigkeiten: Veröffentlichung der CD "Konstanz Suite" beim Label Jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg (VÖ 07.12.2009) CD-Release-Tour im Januar 2010! Zusammenarbeit mit der Agentur Aufklang, Berlin |
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| Förderung durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages | ![]() |
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| © Stefan Postius / Matthis Trommsdorff |
| Presse: » auf der ganzen Linie überzeugend (...) hinterließ ein begeistertes Publikum, das aufmerksam ein außergewöhnlich dichtes und experimentierfreudiges Konzert verfolgte (...) Mit solch einem geballten Musikverständnis ausgestattet geriet die Premiere zu einem einzigen Feuerwerk der Spiellaune (...) In der musikalischen Verantwortlichkeit eines jeden Einzelnen im Gesamtklang und im Zusammenspiel gewinnen seine hochinteressanten und anspruchsvollen Kompositionen mit Substanz umso mehr an extrovertierter Aussage und farbenprächtiger Einzigartigkeit « |
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| (Patrick Manzecchi, Südkurier, 12.11.07) | -> ganzer artikel |
» Die Begeisterung der knapp 70 Zuhörer steigerte sich von Stück zu Stück. (...) Die solistischen Einlagen waren delikat im Ton und sicher in der Ausführung. Jeder Musiker hatte sein spezielles Solo, doch die wahre Klasse zeigten sie im Zusammenspiel. Ein gehaltvoller Abend, der nach kurzer Einhörzeit ziemliches Jazz-Sucht-Potential freisetzte. « |
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| (mamü, Märkische Allgemeine, 23.01.10) | |
» Auch wenn mancher über lange Strecken bei Lauer Large den typischen Big-Band-Sound vermisst: Lauers Mut wird belohnt, so ungewöhnlich hat sich schon lange kein Groß-Ensemble mehr präsentiert. « |
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| (Joachim Kreibich, Reutlinger General-Anzeiger, 21.01.10) | |
» Ein schräger Bauer im Weltall Die Bigband "Lauer Large" spielte im Sudhaus höchst unorthodox auf. Kein Zweifel, Johannes Lauer bricht mit allen Erwartungen, die man dem konventionellen Bigband-Jazz gemeinhin entgegenbringt. Der junge Komponist und Posaunist hat mit "Konstanz Suite" ein Album vorgelegt, das alle Grenzen niederreißt. Aber auch live geht er einen komplett eigenen Weg. (...)Jeder scheint zu spielen, was ihm gefällt, und doch hat man in jedem Moment das Gefühl, dahinter steckt ein Plan. Sie balancieren stets auf schmalem Grad, verzichten auf jede Form von Sicherheit. Man hört zu jeder Zeit den Anspruch, sich wieder und wieder neu zu erfinden. Genregrenzen verwischen. Die Summe des Ganzen zersplittert in Teile, atomisiert sich in Freejazz, Swing, mal unvermittelt nacheinander, manchmal gleichzeitig. Immer auf dem Sprung.« |
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| (Jürgen Spiess, Südwestpresse, 21.01.10) | |
» Diese 16 Musiker muss man gehört haben, und gesehen vor allem. Wie sie aufeinander reagieren, sich gegenseitig aufheizen, sich von den notierten Vorgaben der Lauerschen Kompositionen lösen und in den Soli alles um sich herum vergessen außer ihrem Instrument. Man kann nur live erleben, welch' unbändige Lebenskraft Musiker ausstrahlen können und Disziplin mit hemmungsloser Individualität verbinden. Dieser Johannes Lauer mit seinen 28 Jahren (...) ist ein außergewöhnliches Talent - als Solist am Klavier und insbesondere auf der Posaune, als Komponist grenzüberschreitend zwischen Jazz, Moderner Klassik und Musica Nova. Eine dritte Begabung ist sein Gespür, andere Musiker zu Ensembles mit ganz besonderem Klang zu vereinen. (...) Kompositionen, in denen sich in zweieinhalb prallen Stunden Spielzeit nichts wiederholt, keine musikalischen Anleihen von Vorbildern vorkommen, keine Standards bearbeitet werden. Ein Spiel hin und wieder mit klassischen Formen, mit Menuett und Choral, mit einem Largo oder einem Maestoso für Bläser. Simple tonale Strukturen, Terzen und Quinten, auf instrumentale Einheiten verteilt, auf Posaunen, Saxofone, gegeneinander, übereinander geschichtet, bis sie zu einem Tutti zusammen finden. Gegensätze reizt Lauer aus, eine melodiöse Mikrofigur, vom Klavier, von der Gitarre ins Ensemble geworfen. 16 Musiker toben sich mit fast anarchischer Lust in ihrer Individualität aus, ein Wettstreit in Dissonanzen, in rhythmischen Wechseln, eine berstende Ekstase, die Freiheit der Improvisation auszuloten. Plötzlich ist da nicht mehr ein Bandleader, sondern zwei, drei, für jede Gruppe, die sich im entfesselten Spiel bildet. Und dann gibt es auch völlig konträre poetische Passagen, leise Flächen eines disziplinierten musikalischen Kollektives. Mit radikaler Entschiedenheit jedes Instrument gespielt, und gleichzeitig ebenso differenziert der Gesamtklang des Ensembles in jedem Titel. Kein durchgängiger Einheitssound. Brillant! « |
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| (Wolfram Frommlet, Schwäbische Zeitung, 25.01.10) | |
» Zärtlichkeiten unterm Sperrgut Am Ende, als die sechzehn Musiker ihre Schleifen zum vielfädrigen, auch suggestiv federnden Klang-Muster verwoben hatten, wurde man förmlich in die Eremiten-Hütte im Bayerischen Wald hineingezogen und -gesaugt, in der Posaunist Johannes Lauer (27) diese "Konstanz Suite" komponiert hatte. Das Publikum zum Start ins 30. Jahr der "Art of Jazz"-Reihe in der Tafelhalle trampelte diesem neutönerischen Gesamtkunststück Schluss-Beifall. Auch wenn sich diese prominent besetzte Big Band für geistesabwesend wippende Fußsohlen kaum zuständig fühlt, eher für zuckende Hirndrähte. Stimmen sie noch oder spielen sie schon? Die Freigeister von "Lauer Large", die nicht "big", sondern betont "mini" tönen. Schon zum Einstieg sind die übergänge fließend, notierte Free-Launen, kontrollierte Improvisation, die gewohnter Blech-Breitseiten-ästhetik den Traditionsboden wegzieht. Es geht um "Fehler der Natur" ("fünf Mal falsch gibt richtig"), um ein Glas Gurken (als Gage), um kleine Schläge auf den Schalldämpfer und Zärtlichkeiten, die sich auf einmal aus dem Sperrgut lösen. Es sprazzelt, prustet, klirrt und knackt und wendet Verweigerung immer wieder in zerbrechlichste Sanftmut. Außergewöhnlich, dieses Projekt, das so schnell nicht wiederkehrt. Vor 2012, meinte Lauer, wird's nix. « |
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| (daer, Abendzeitung, 27.01.10) | |
» "Haute Couture der Hörbilder" (...) Der 1982 Geborene sucht nicht nur den orgiastischen Ausbruch, sondern liebt mindestens genauso das riskante Klangexperiment im kammermusikalischen Zwiegespräch. Ob small, medium oder large: Die vertrackten Hörbilder scheinen wandlungsfähig jede Größe annehmen zu können. Selbst wer mit den Schnittmustern des zeitgenössischen BigBand-Jazz vertraut ist, kommt aus dem Staunen nicht heraus, wie unorthodox schillernd und reich an ungewohnten Applikationen die musikalische Haute Couture hier geschneidert und vorgeführt wird. Lauers «Konstanz Suite» sorgt für reichlich Bewunderung beim Cat-walk in der Tafelhalle. Seine Musiker, selbst alle versierte Bandleader, die sich wie ein Mann hinter Lauers Klangkonzept stellen, wecken damit Erinnerungen an das Vienna Art Orchestra – und bilden doch eine eigene Kategorie: Eine Lehrstunde nicht nur für Jazzmusiker und eine Sternstunde von Art-of-Jazz.« |
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| (Peter Löw, Nürnberger Zeitung, 27.01.10) | |
Her er så et nutidigt tysk svar på hollandske Instant Composeres Pool, Italian Instabile Ensemble eller for den sags skyld Copenhagen Art Ensemble. Ånden er den samme: at skabe nye musikalske krydsninger med opdagerlyst og fingerspitzgefühl for den givtige forbindelse mellem fri improvisation og planlagte orkestrale strukturer. Lauer Large er den unge trombonist og orkesterleder Johannes Lauers storband med traditionel bigbandbesætning, som spiller utraditionel bigbandmusik. Især har Lauer sans for at skabe storformer, der kombinerer klare ideer med stor solistisk spontanitet. Legen med musikhistoriske referencer udnyttes dynamisk fra den mindste fjært i trompeter over kysselyde, knoldesparkerrytmer, og sydende bækkener til voldsomme tutti cluster-harmonier. Dette er musik for hele kroppen. Og orkestrets solister er glimrende. Samtlige af de syv stykker, indspillet live i Ravensburg, har nerve og kvaliteter til genhør. Jeg vil fremhæve ”Koral”, der parafraserer koralharmoniseringsprincippet om en akkord for hvert taktslag, men hvor rammerne for konventionelle harmoniseringsregler er sprængt til fordel for en stærkt krydret og massiv orkestral katedralgotik. Lauers sans for variation gør den efterfølgende sekvens til en sprød og øm oplevelse med orkestrets forskellige horn i små roller. En lignende oplevelsesstyrke har stykkerne ”Lied” og den lange, afsluttende ”Metatrend”, der begge udvikler sig i en stigende dramatisk kurve. Lauer Large har med Konstanz Suite skabt et i bedste forstand komplekst og frodigt cd-værk, et vildt naturreservat af svimlende musik. « |
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| (Christian Munch-Hansen , Jazz Special Feb/Mar 2010) | |
»Although I know of less than half of these musicians previously, I was most impressed nonetheless, as Jazzwerkstatt continues to support an emerging German underground of strong musicians, both known & little-known. "Klumpatsch" begins with an inspired duo of tenor sax (Weidner) and acoustic bass (Sieverts), while the rest of the horns slowing enter, sizzling and simmering. Two trumpeters (Peter Evans & Matthias Schriefl) kick off "Karies/Baktus" with some strong interplay and intense soloing, before the rest of the large ensemble enters tightly playing those crazy charts with Tyshawn's dynamic drums kicking up a storm. I dig Lauer's writing for the horns since he blends the harmonies superbly around whoever is soloing with just the right balance. Pianist Colin Vallon play a feisty solo on "Tekno" interacting intensely with Tyshawn while the rest of the horns swirl around them. It often sounds as if Johannes is directing since the interaction and charts are so tight. This is yet another winner from the ever-growing catalogue of gems from the fine folks at Jazzwerkstatt.« |
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| (Bruce Lee Gallanter, Downtown Music Gallery, NYC) | |
| »Die Rückkehr der Big Bands (...) bis zu den Klangerforschungen von Lauer Large, einer Band um den Berliner Posaunisten Johannes Lauer, die im Geist der Drip Paintings eines Jackson Pollock zerklüftete Sound-Landschaften entwirft. Die Big Band ist ein Feld unbegrenzter Möglichkeiten. « (Stefan Hentz, der Freitag, 8.4.2010) |
| »Eine der neusten, schönsten und originellsten CDs des Programms« (des Labels jw) »Der Posaunist und Komponist Johannes Lauer inszeniert hier in einer zärtlichen Klangregie und nachdenklichen Entwicklungszeiten die Begegnungen seiner glänzenden Spieler aus Ost und West. Gil Evans'scher Farbzauber klingt an, in den freieren Teilen explodieren dann auch mal die Artikulationen riskanterer Instrumentenbehandlung. « (Ulrich Olshausen, FAZ, 24.04.10) |
| »Mit Lauer Large ist es dem Posaunisten gelungen, die Musiker zusammenzubringen, die sich während des Musizierens so zugetan sind und sich die Kompositionen so zu eigen gemacht haben, dass sie mit geschlossenen Augen, in sich hinein und den anderen lauschend, jede musikalische Wendung, jede Bewegung in der Musik, ihre Dynamik, und - im imrovisierten Raum - ihre Entwicklung antizipieren und zeitgleich gestalten können, ohne dabei von einem Dirigenten geleitet zu werden. Auch dadurch wurde die Musik des Johannes Lauer zum Faszinosum für das Publikum. « (Beate Sampson, BR-Klassik, 10.3.2010) |
| Ausschnitt aus den Liner Notes zu "Lauer Large -
Konstanz Suite" (Wolf Kampmann): » Lauer Large ist nicht die Summe der virtuosen Fähigkeiten ihrer Mitglieder, sondern ein homogenes Ganzes. Der Besetzung nach ist es eine Big Band. Doch Lauer bricht mit allen Erwartungen, die man der wohl konventionellsten Gruppierung des Jazz entgegenbringen darf. Selten hat Großformatigkeit im Jazz einen derartigen Hauch von Intimität ausgelöst wie hier. Dieses Ensemble zeichnet sich durch eine geradezu symbiotsiche Verschworenheit seiner Mitglieder aus. Der Klangpsychologe Lauer spielt nicht nur mit den Stimmen seiner Gefährten, sondern vor allem mit ihrer menschlichen Energie. Wenn sich gleich im Opener Bass und Saxofon versonnen umspielen und aus ferner Distanz von der übrigen Band umkreist werden, öffnen sich Räume voller Wärme und ahnungsvoller Energie, die in allen weiteren Stücken jeweils neu erobert werden wollen. Jener gerade im Jazz so weit verbreitete Rechtfertigungsdruck scheint Lauer absolut fremd zu sein. Er provoziert das Ohr, indem er es aus der Lethargie seiner vorgesättigten Erwartung reißt, um es sogleich von allen Vorurteilen befreit auf seine Seelenurgründe zurückzuführen. Provokation dient nicht als revolutionärer Selbstzweck, sondern als Mittel der Läuterung zur Schärfung der Sinne. « |
| CD-Release-Tour: 18.1. München, Unterfahrt 19.1. Tübingen, Sudhaus 20.1. Stuttgart, BIX 21.1. Potsdam, Nikolaisaal 22.1. Kopenhagen, Vinterjazz-Festival 23.1. Essen, JOE-Festival 24.1. Ravensburg, Gesellschaft für Neue Musik Oberschwaben e.V. 25.1. Nürnberg, Tafelhalle (BR-Mitschnitt) |