|
Lauer Large |
downloads: lauer large - presse und linernotes (pdf) lauer large - linernotes (english) (pdf) lauer large - press kit (zip) lauer large - foto (jpg) |
| → english |
| Konstanz Suite Live At Tafelhalle Nürnberg ![]() |
|
| © Stefan Postius / Matthis Trommsdorff |
| Pressestimmen: » Lauer ist ein sensibler Komponist, der seinen Radius konzentrisch erweitert. Sein zweites Album "Less Beat More!" ist ein Sprung ins pralle Leben. Lauer hat es endgültig geschafft, seine hoch gesteckten Ansprüche musikalischer Denker mit seiner urbanen Lebenslust in Einklang zu bringen. Der kraftvolle Spree-Blues des Posaunisten und seiner Mannen ist so kantig und sperrig wie Berlin selbst. Und doch steckt er voller heiterer Erinnerungen, die beherzt in das Chaos der Gegenwart gehievt werden. Eigentlich verdient diese mutige Übersetzung des Ellington-Erbes in die Berliner Verhältnisse das Prädikat extralarge.« |
|
| (Wolf Kampmann, Jazzthing Nov/Dez 2011) | |
|
» Hier ist die zeitgenössische deutsche Antwort auf den holländischen
"Instant Composers Pool", das "Italian Instabile Orchestra" oder das
"Copenhagen Art Ensemble". Alle verbindet der gleiche Geist: mit
Entdeckungslust und Fingerspitzengefühl eine fruchtbare Verbindung zu
schaffen aus freier Improvisation und geplanten orchestralen
Strukturen. (...) Das ist Musik für den ganzen Körper. Und die Solisten des Orchesters sind brilliant. (...) Lauer Large hat mit "Konstanz Suite" ein im besten Sinne des Wortes komplexes und außergewöhnliches CD-Werk geschaffen, ein wildes Naturreservat an schwindelerregender Musik. « |
|
| (Christian Munch-Hansen, Jazz-Special 02/03 2010, DK) | → Original-Text in Dänisch |
| » Auch wenn mancher über lange Strecken bei Lauer Large den typischen Big-Band-Sound vermisst: Lauers Mut wird belohnt, so ungewöhnlich hat sich schon lange kein Groß-Ensemble mehr präsentiert. « | |
| (Joachim Kreibich, Reutlinger General-Anzeiger, 21.01.10) | |
| » Ein schräger Bauer im Weltall Die Bigband "Lauer Large" spielte im Sudhaus höchst unorthodox auf. Kein Zweifel, Johannes Lauer bricht mit allen Erwartungen, die man dem konventionellen Bigband-Jazz gemeinhin entgegenbringt. Der junge Komponist und Posaunist hat mit "Konstanz Suite" ein Album vorgelegt, das alle Grenzen niederreißt. Aber auch live geht er einen komplett eigenen Weg. (...)Jeder scheint zu spielen, was ihm gefällt, und doch hat man in jedem Moment das Gefühl, dahinter steckt ein Plan. Sie balancieren stets auf schmalem Grad, verzichten auf jede Form von Sicherheit. Man hört zu jeder Zeit den Anspruch, sich wieder und wieder neu zu erfinden. Genregrenzen verwischen. Die Summe des Ganzen zersplittert in Teile, atomisiert sich in Freejazz, Swing, mal unvermittelt nacheinander, manchmal gleichzeitig. Immer auf dem Sprung.« |
|
| (Jürgen Spiess, Südwestpresse, 21.01.10) | |
» Diese 16 Musiker muss man gehört haben, und gesehen vor allem. Wie sie aufeinander reagieren, sich gegenseitig aufheizen, sich von den notierten Vorgaben der Lauerschen Kompositionen lösen und in den Soli alles um sich herum vergessen außer ihrem Instrument. Man kann nur live erleben, welch' unbändige Lebenskraft Musiker ausstrahlen können und Disziplin mit hemmungsloser Individualität verbinden. Dieser Johannes Lauer mit seinen 28 Jahren (...) ist ein außergewöhnliches Talent - als Solist am Klavier und insbesondere auf der Posaune, als Komponist grenzüberschreitend zwischen Jazz, Moderner Klassik und Musica Nova. Eine dritte Begabung ist sein Gespür, andere Musiker zu Ensembles mit ganz besonderem Klang zu vereinen. (...) Kompositionen, in denen sich in zweieinhalb prallen Stunden Spielzeit nichts wiederholt, keine musikalischen Anleihen von Vorbildern vorkommen, keine Standards bearbeitet werden. Ein Spiel hin und wieder mit klassischen Formen, mit Menuett und Choral, mit einem Largo oder einem Maestoso für Bläser. Simple tonale Strukturen, Terzen und Quinten, auf instrumentale Einheiten verteilt, auf Posaunen, Saxofone, gegeneinander, übereinander geschichtet, bis sie zu einem Tutti zusammen finden. Gegensätze reizt Lauer aus, eine melodiöse Mikrofigur, vom Klavier, von der Gitarre ins Ensemble geworfen. 16 Musiker toben sich mit fast anarchischer Lust in ihrer Individualität aus, ein Wettstreit in Dissonanzen, in rhythmischen Wechseln, eine berstende Ekstase, die Freiheit der Improvisation auszuloten. Plötzlich ist da nicht mehr ein Bandleader, sondern zwei, drei, für jede Gruppe, die sich im entfesselten Spiel bildet. Und dann gibt es auch völlig konträre poetische Passagen, leise Flächen eines disziplinierten musikalischen Kollektives. Mit radikaler Entschiedenheit jedes Instrument gespielt, und gleichzeitig ebenso differenziert der Gesamtklang des Ensembles in jedem Titel. Kein durchgängiger Einheitssound. Brillant! « |
|
| (Wolfram Frommlet, Schwäbische Zeitung, 25.01.10) | |
| » "Haute Couture der Hörbilder" (...) Der 1982 Geborene sucht nicht nur den orgiastischen Ausbruch, sondern liebt mindestens genauso das riskante Klangexperiment im kammermusikalischen Zwiegespräch. Ob small, medium oder large: Die vertrackten Hörbilder scheinen wandlungsfähig jede Größe annehmen zu können. Selbst wer mit den Schnittmustern des zeitgenössischen BigBand-Jazz vertraut ist, kommt aus dem Staunen nicht heraus, wie unorthodox schillernd und reich an ungewohnten Applikationen die musikalische Haute Couture hier geschneidert und vorgeführt wird. Lauers «Konstanz Suite» sorgt für reichlich Bewunderung beim Cat-walk in der Tafelhalle. Seine Musiker, selbst alle versierte Bandleader, die sich wie ein Mann hinter Lauers Klangkonzept stellen, wecken damit Erinnerungen an das Vienna Art Orchestra – und bilden doch eine eigene Kategorie: Eine Lehrstunde nicht nur für Jazzmusiker und eine Sternstunde von Art-of-Jazz.« |
|
| (Peter Löw, Nürnberger Zeitung, 27.01.10) | |
» Die Begeisterung der knapp 70 Zuhörer steigerte sich von Stück zu Stück. (...) Die solistischen Einlagen waren delikat im Ton und sicher in der Ausführung. Jeder Musiker hatte sein spezielles Solo, doch die wahre Klasse zeigten sie im Zusammenspiel. Ein gehaltvoller Abend, der nach kurzer Einhörzeit ziemliches Jazz-Sucht-Potential freisetzte. « |
|
| (mamü, Märkische Allgemeine, 23.01.10) | |
| »Mit Lauer Large ist es dem Posaunisten gelungen, die Musiker zusammenzubringen, die sich während des Musizierens so zugetan sind und sich die Kompositionen so zu eigen gemacht haben, dass sie mit geschlossenen Augen, in sich hinein und den anderen lauschend, jede musikalische Wendung, jede Bewegung in der Musik, ihre Dynamik, und - im imrovisierten Raum - ihre Entwicklung antizipieren und zeitgleich gestalten können, ohne dabei von einem Dirigenten geleitet zu werden. Auch dadurch wurde die Musik des Johannes Lauer zum Faszinosum für das Publikum. « | |
| (Beate Sampson, BR-Klassik, 10.3.2010) | |
| » (...) Big Band mit dem Spielideal
einer Combo. Hier wird entschieden akustischer Jazz von heute gemacht,
will sagen: das Spielideal von Alexander von Schlippenbachs Globe Unity
Orchestra ist im 21. Jahrhundert angekommen. Tonales ist nicht vom
Teufel, ebenso wenig wie zupackende Rhythmik. Immer sind da bei aller
überbordenden Freiheit klare Strukturen gegeben. Die vollziehen sich
ganz diskret, erinnern mit ihrer selbstverständlichen Leichtigkeit an
den Klangmagier Gil Evans. So bleibt alles transparent, macht Laune und
entspricht mit den wechselnden Stimmungen der sieben Titel ganz dem
Suiten-Anspruch. Lauer schreibt eine Musik, die auf ein derart großes Stimmenreservoire angewiesen ist, die aber doch ganz auf ein massiges Muskelspiel der Bläsergewalt verzichtet. Ein Geheimnis dabei ist, dass er die Klangfarbe eines jeden Ensemblemitglieds stimmungsgenau einsetzt. Live ist diese raffiniert arrangierte und in großem Maße er-improvisierte Musik in ihrem Entstehungsprozess erlebbar. Suchende und auch Publikum lockende Längen sind Teil dieses Prozesses – vom Tonträger wirken sie allerdings nicht immer stimmig. Doch das ist ein altes Jazz-Dilemma. « |
|
| (Thomas Fitterling, Rondo, Mai 2010) | |
| » (...) das tiefe Erkennen und Erdenken von musikalischen Aussagen sind kennzeichnend für den Posaunisten, Komponisten und Bandleader. (...) es tobt kein Kampf zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Jazz, hier werden beide Traditionen zu einem Ganzen verbunden, und alles steht gleichberechtigt nebeneinander. Aufgenommen wurde live im November 2007, und die Intensität des Spiels der Big Band überträgt sich eins zu eins auf den Zuhörer. « | |
| (Alfred Krondraf, Concerto 2/2010, A) | |
| »Although I know of less than half of these musicians previously, I was most impressed nonetheless, as Jazzwerkstatt continues to support an emerging German underground of strong musicians, both known & little-known. "Klumpatsch" begins with an inspired duo of tenor sax (Weidner) and acoustic bass (Sieverts), while the rest of the horns slowing enter, sizzling and simmering. Two trumpeters (Peter Evans & Matthias Schriefl) kick off "Karies/Baktus" with some strong interplay and intense soloing, before the rest of the large ensemble enters tightly playing those crazy charts with Tyshawn's dynamic drums kicking up a storm. I dig Lauer's writing for the horns since he blends the harmonies superbly around whoever is soloing with just the right balance. Pianist Colin Vallon play a feisty solo on "Tekno" interacting intensely with Tyshawn while the rest of the horns swirl around them. It often sounds as if Johannes is directing since the interaction and charts are so tight. This is yet another winner from the ever-growing catalogue of gems from the fine folks at Jazzwerkstatt.« | |
| (Bruce Lee Gallanter, Downtown Music Gallery, NYC) | |
| »Die Rückkehr der Big Bands (...) bis zu den Klangerforschungen von Lauer Large, einer Band um den Berliner Posaunisten Johannes Lauer, die im Geist der Drip Paintings eines Jackson Pollock zerklüftete Sound-Landschaften entwirft. Die Big Band ist ein Feld unbegrenzter Möglichkeiten. « (Stefan Hentz, der Freitag, 8.4.2010) |
| »Eine der neusten, schönsten und
originellsten CDs des Programms« (des Labels jw) »Der Posaunist und Komponist Johannes Lauer inszeniert hier in einer zärtlichen Klangregie und nachdenklichen Entwicklungszeiten die Begegnungen seiner glänzenden Spieler aus Ost und West. Gil Evans'scher Farbzauber klingt an, in den freieren Teilen explodieren dann auch mal die Artikulationen riskanterer Instrumentenbehandlung. « (Ulrich Olshausen, FAZ, 24.04.10) |
| Ausschnitt aus den Liner Notes zu
"Lauer Large -
Konstanz Suite" (Wolf Kampmann): » Lauer Large ist nicht die Summe der virtuosen Fähigkeiten ihrer Mitglieder, sondern ein homogenes Ganzes. Der Besetzung nach ist es eine Big Band. Doch Lauer bricht mit allen Erwartungen, die man der wohl konventionellsten Gruppierung des Jazz entgegenbringen darf. Selten hat Großformatigkeit im Jazz einen derartigen Hauch von Intimität ausgelöst wie hier. Dieses Ensemble zeichnet sich durch eine geradezu symbiotsiche Verschworenheit seiner Mitglieder aus. Der Klangpsychologe Lauer spielt nicht nur mit den Stimmen seiner Gefährten, sondern vor allem mit ihrer menschlichen Energie. Wenn sich gleich im Opener Bass und Saxofon versonnen umspielen und aus ferner Distanz von der übrigen Band umkreist werden, öffnen sich Räume voller Wärme und ahnungsvoller Energie, die in allen weiteren Stücken jeweils neu erobert werden wollen. Jener gerade im Jazz so weit verbreitete Rechtfertigungsdruck scheint Lauer absolut fremd zu sein. Er provoziert das Ohr, indem er es aus der Lethargie seiner vorgesättigten Erwartung reißt, um es sogleich von allen Vorurteilen befreit auf seine Seelenurgründe zurückzuführen. Provokation dient nicht als revolutionärer Selbstzweck, sondern als Mittel der Läuterung zur Schärfung der Sinne. « |
| KONZERTE: Programm "Konstanz Suite" 8.11.07 Jazzherbst Konstanz, Eröffnungskonzert 9.11.07 Trans4Jazz Festival Ravensburg, Live-Mitschnitt CD-Release-Tour 2010: 18.1. München, Unterfahrt 19.1. Tübingen, Sudhaus 20.1. Stuttgart, BIX 21.1. Potsdam, Nikolaisaal 22.1. Kopenhagen, Vinterjazz-Festival 23.1. Essen, JOE-Festival 24.1. Ravensburg, Gesellschaft für Neue Musik Oberschwaben e.V. 25.1. Nürnberg, Tafelhalle (BR-Mitschnitt) Programm "Less Beat More!" 9.12.10 Jazzkollektiv Berlin: Kollektiv Nights (Live-Mitschnitt RBB) 20.10.11 Graz, Orpheum 21.10.11 Wien, Porgy & Bess CD-Release-Tour 2012: 22.5.12 Ravensburg, Alte Spohnhalle 23.5.12 München, Studio 2, BR |